Geese Chronik

Reife, neue Strukturen und das 11-jährige Jubiläum (1999-2005)

Mit frischem Elan und einer neu aufgestellten Vorstandschaft starteten die Geese in die zweitausender Jahre. Wer einen wachsenden Verein lenkt, weiß ganz genau, dass Ordnung das halbe Leben ist. Da lag es nahe, dem ewigen Hin und Her ein Ende zu bereiten. Bereits im Jahr neunzehnhundertneunundneunzig schaffte die Zunft deshalb einen eigenen Container an, um das zuvor im ganzen Ort verstreute Inventar endlich zentral zu bündeln und den Lagerplatzstress hinter sich zu lassen.

Auch beim Nachwuchs tat sich richtig was. Die Jugendarbeit bekam den Stellenwert, den sie verdiente, weil ein Verein ohne die Jüngeren auf Dauer eben nur eine halbe Sache ist. Ausflüge in den Mannheimer Luisenpark oder den Karlsruher Zoo standen genauso auf dem Zettel wie schweißtreibende Sommerolympiaden und jene unvergesslichen Übernachtungsspektakel, von denen sich die Jugend noch lange erzählte.

Geese Nachwuchs

Die Truppe wuchs stetig weiter, bis sie zeitweise stolze einhundertvierzig Mitglieder zählte. Wenn die Zunft dann ausrückte, taten die Mitglieder das mit spürbarem Ehrgeiz und einer Menge Spaß im Gepäck. Man reiste zu den ganz großen Eventnummern wie dem legendären Weltrekordversuch für die längste Narrentafel im Jahr zweitausend in Ebersweier oder packte die Koffer für den Ausflug ins französische Saverne. Solche Fahrten schweißen eine Gemeinschaft eben enger zusammen als jedes theoretische Handbuch. Damit im Hintergrund die Fäden sauber zusammenliefen, griff die Führungsmannschaft um Wolfgang Steiner zu einem bewährten Mittel. Man zog sich zu regelmäßigen Klausurworkshops nach Iggelbach und in den Odenwald zurück, um die kommenden Jahre zu planen und die Abläufe im Verein stetig zu verbessern.

Der absolute Höhepunkt dieser Ära folgte im Januar zweitausendfünf. Das elfjährige Zunftjubiläum stand an und die Zunft feierte es vom achten bis zum neunten Januar in einem Rahmen, der sich wahrlich sehen lassen konnte. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde bereits am Vorabend ein stattlicher Narrenbaum mitten auf dem Marktplatz aufgestellt. Was dann passierte, ließ sich in beeindruckenden Zahlen messen. Mehr als viertausendfünfhundert aktive Hässträger und rund dreißigtausend Besucher verwandelten die Straßen in ein einziges närrisches Tollhaus. Passend zu diesem Meilenstein wurde auch der neue Zunftorden in Bronze eingeführt, der fortan die treue Mitgliedschaft über elf Jahre hinweg gebührend auszeichnete.

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