Etablierung & das erste große Jubiläum (1994-1999)

Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie schnell aus einer kleinen Idee eine feste Institution wird. Diese Jahre Ende der neunziger waren genauso eine Phase. Da saßen ein paar Leute zusammen, packten an und plötzlich lief der Laden wie am Schnürchen.

Geese Jubiläum 1999
Die Zunft war plötzlich überall unterwegs. Wer damals unterwegs war, erinnert sich sicher noch an die Busfahrten nach Freiburg, runter in die Schweiz oder rüber nach Rastatt. Da wurde gefeiert, geschwitzt und gelacht. Neben dem ganzen Trubel auf der Straße musste aber auch das Fundament stimmen. Altpapiersammlungen für die Vereinskasse klingen heute nach solider Handarbeit, und genau das waren sie auch. Man hielt zusammen, packte gemeinsam an und schuf Traditionen, die bis heute nachwirken. Das Sommerfest, die gemütlichen Runden beim Heringsessen oder Weihnachtsfeiern, bei denen Roland Kohout und Guido Bauer in die Nikolausmontur schlüpften, gaben dem Verein ein echtes Zuhause.
Ein echter Meilenstein folgte in der Kampagne 1995 und 1996. Zunftmeister Roland Kohout übernahm als Prinz Philipp der Achtundvierzigste das Narrenzepter und regierte die Stadt. Dazu gab es Programm vom Feinsten, wie Uli Pfitzenmeiers eigens einstudierte Geschichte über den Ursprung der Geese, bei der im Saal kein Auge trocken blieb.
Das erste große Etappenziel stand dann im Januar 1999 an. Fünf Jahre Zunftgeschichte mussten gebührend gefeiert werden. Wer den siebzehnten Januar noch im Kopf hat, weiß, was los war. Rund siebzig Gastgruppen und zwanzigtausend Besucher machten Philippsburg zu einem einzigen großen Narrenparadies. Das war kein kleiner Umzug am Rande, das war ein echtes Ausrufezeichen in der Region.
Im März desselben Jahres gab es dann noch einen Wechsel an der Spitze, weil Vereine eben auch atmen und sich verändern müssen. Wolfgang Steiner übernahm das Ruder als erster Zunftmeister, Michael Braun blieb als starker Rückhalt an seiner Seite und Jürgen Braun hielt die Fäden für Chronik und Presse in den Händen. Der Grundstein war gelegt und der Weg für die kommenden Jahrzehnte mehr als frei.
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