Gedanken des Schatzmeisters zwischen Kassenbuch und Häs
Vor einem Jahr hätte ich wohl selbst nicht gedacht, dass ich einmal als Schatzmeister der Geese einen Beitrag für unsere Homepage schreiben würde.

Autor: Carsten Coenen
Denn eigentlich bin ich noch einer der Neuen.
Meine Familie und ich sind erst nach der Kampagne 2026 den Geesen beigetreten. Dabei war die Fasnacht für uns schon immer ein wichtiger Teil des Lebens. Gemeinsam mit Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten waren wir viele Jahre in der rheinischen Fasnacht unterwegs. Die Gemeinschaft, die Umzüge und die Erinnerungen an diese Zeit begleiten mich bis heute.
Doch wie es im Leben oft ist, verändern sich die Dinge. Familien werden größer, Kinder werden erwachsen, Interessen verschieben sich und Wege trennen sich.
Aus einer großen Gemeinschaft wurde im Laufe der Jahre ein immer kleinerer Kreis.
So stellten wir uns irgendwann die Frage:
Wie können wir unseren Kindern die gleiche Freude an der Fasnacht ermöglichen, die wir selbst erleben durften?
Auf der Suche nach einer Antwort sind wir auf die Geese gestoßen.
Und damit auf etwas, das unsere Region ganz besonders macht.
Hier im Norden Badens treffen zwei Fasnachtstraditionen aufeinander. Der rheinische Karneval und die alemannische Fasnacht bestehen nebeneinander und prägen gemeinsam das närrische Leben unserer Heimat.
Bei den Geesen haben wir die alemannische Fasnacht näher kennengelernt und schnell gemerkt, dass hier weit mehr dahintersteckt als Umzüge und Veranstaltungen.
- Hier wird Brauchtum gelebt.
- Hier ziehen Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam los.
- Hier entstehen Freundschaften über Generationen hinweg.
Und genau das hat uns begeistert
Als Schatzmeister beschäftige ich mich zwar mit Zahlen und Belegen.
Schließlich gilt auch bei uns: Keine Buchung ohne Beleg.
Doch die wertvollsten Schätze unserer Zunft lassen sich nicht erfassen, abrechnen oder verbuchen.
- Zusammenhalt hat keine Kontonummer.
- Ehrenamt kennt keinen Buchungssatz.
- Und Begeisterung taucht in keiner Bilanz auf.
Dabei sind genau das die Werte, auf denen unsere Geese aufgebaut sind.
Deshalb blicke ich voller Vorfreude auf unser Jubiläum 2027.
Ein großer Narrensprung, viele Gäste und ein ganzes Wochenende im Zeichen der alemannischen Fasnacht warten auf uns.
Für unsere Zunft bedeutet das eine große Aufgabe. Aber auch eine große Chance.
- Eine Chance, unser Brauchtum sichtbar zu machen.
- Eine Chance, Menschen für die Geese zu begeistern.
- Und eine Chance, neue Erinnerungen zu schaffen.
Damit ein solches Ereignis gelingt, braucht es viele helfende Hände, Ideen und Unterstützer.
Es braucht Menschen, die sich engagieren, Verantwortung übernehmen und die Zukunft unserer Zunft mitgestalten möchten.
Denn gelebtes Brauchtum entsteht nicht von selbst. Es lebt von den Menschen, die sich dafür einsetzen.
Mein Wunsch ist deshalb, dass wir den Schwung des Jubiläums weit über das Festwochenende hinaus mitnehmen.
Dass wir in Philippsburg noch sichtbarer werden. Dass Familien, junge Menschen und Freunde der Fasnacht entdecken, was die Geese ausmacht.
Denn die schönsten Geschichten erlebt man selten am Straßenrand.
Man erlebt sie mittendrin.
Im Häs.
Mit Freunden.
Mit der Familie.
Mit den Geesen.
Und wenn wir es schaffen, diese Begeisterung weiterzugeben, dann ist das am Ende die wertvollste Investition in die Zukunft unserer Zunft.
🎭 Narri-Naro! 🎭
Euer Schatzmeister
Push die Geese...


